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Gold - zwischen USD-Schwäche und US-Renditeanstieg

9. Oktober 2017

Der Goldpreis entwickelte sich im dritten Quartal besser als erwartet. In einem Umfeld geprägt von einem schwächeren USD, einem vermehrten Auspreisen einer weiteren US-Zinserhöhung bis Ende 2017 und geopolitischen Spannungen stieg Gold Anfang September auf ein neues Jahreshoch von etwa USD 1.350 je Feinunze, was einem Plus von 18 % seit Jahresanfang entspricht. Anschließend gab er etwas von seinen Gewinnen ab, hielt sich aber bis Ende September über der Marke von USD 1.300 je Feinunze. Die Kursgewinne waren vor allem ab August von Zuflüssen in ETFs getragen. Bis Mitte September wurden Nettozuflüsse von umgerechnet ca. 75 Tonnen verzeichnet. Auch bei den spekulativen Positionen institutioneller Investoren ergab sich in dieser Zeit ein starker Aufbau. Die netto Long-Positionen stiegen von 55 Tsd. Anfang Juli auf über 250 Tsd. Mitte September. Das deutet kurzfristig auf einen überkauften Markt hin und bietet Raum für Kursrückgänge bis Ende des Jahres.

Starker Anstieg bei Netto-Positionierung

Netto Positionierung
Quelle: Bloomberg, RBI/Raiffeisen RESEARCH

* US Comex, Futures und Optionen kombiniert (Tsd. Kontrakte); Spekulative Investoren: Hedgefonds und große Spekulanten

Der mittel- und längerfristige Ausblick für Gold hat sich durch den schwächeren USD etwas aufgehellt. Beim EUR/USD-Wechselkurs halten wir kurzfristige Gegenbewegungen (stärkerer USD, schwächerer EUR) in den kommenden Monaten möglich, prinzipiell dürfte der Trend aber in Richtung Dollar-Schwäche umgeschlagen haben. Bis Jahresende erwarten wir aber keine starken Wechselkursbewegungen mehr. Die etwas taubenhafteren Töne der Fed führten dazu, dass der Markt nicht nur keine Zinsanhebung bis Ende 2017 mehr preist, sondern überhaupt nur eine weitere bis Ende 2018. Das erscheint uns etwas zu „taubenhaft“, weshalb es in Laufe des kommenden Jahres zu einem „Realitätscheck“ kommen könnte, was den Goldpreis zwischenzeitlich belasten sollte. Dies dürfte auch von steigenden Renditen begleitet sein – ein zusätzlich dämpfender Faktor.

USD & Gold

Gold gegen USD
Quelle: Thomson Reuters, RBI/Raiffeisen RESEARCH

* handelsgewichtet, invertiert

Ein schwer berechenbarer Einfluss sind die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und Nordkorea. Eine militärische Intervention seitens der USA bzw. ein Präventivschlag scheint uns allerdings weiterhin unwahrscheinlich. Die Machthaber beider Länder sind zwar wenig berechenbar, das Risiko, dass ein amerikanischer Militärschlag aufgrund eines Gegenschlages von Nordkorea mit massiver Zerstörung in Südkorea verbunden ist, dürfte aber doch zu hoch sein – selbst für den aktuellen US-Präsidenten oder wenigstens sein Regierungsteam. Die Fortsetzung des Säbelrasselns dürfte dem „sicheren Hafen“ Gold allerdings zwischenzeitlich immer wieder Zuflüsse bescheren. Eine nachhaltige Entspannung der Situation birgt dagegen ein deutliches Abwärtsrisiko für den Goldpreis.

Die schwächelnde Schmucknachfrage aus den Emerging Markets scheint sich wie erwartet langsam zu erholen. Vor allem in Indien wurde im zweiten Quartal ein Plus von 41 % verzeichnet. Insgesamt blieb die Schmucknachfrage ersten Halbjahr aber schwach im und unter 1.000 Tonnen, wobei dafür hauptsächlich die weiterhin rückläufige Nachfrage in China ursächlich ist. Der starke Preisanstieg in Q3 dürfte sich aber dämpfend auf die Schmucknachfrage auswirken.

Finanzanalystin: Judith Galter, CIIA; RBI Wien

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Datenschluss: 20.09.2017
Fertiggestellt: 25.09.2017, 14:00 Uhr MESZ
Erstmalige Weitergabe: 25.09.2017, 16:10 Uhr MESZ