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Der US-$ als Treiber des Goldpreises

+8,4% Zugewinn beim Goldpreis seit Jahresbeginn 2017

8. August 2017

Raiffeisen Research

USD weiterhin als treibender Einflussfaktor

Der Goldpreis entwickelte sich im zweiten Quartal besser als erwartet. Anfang Juni stieg das Edelmetall über USD 1.290 und erreichte somit seinen Jahreshöchststand. Vor und nach der Fed-Leitzinserhöhung im Juni gab der Goldpreis allerdings wieder etwas von seinen Zugewinnen ab, weshalb er Mitte Juni insgesamt ein Plus von 8,4 % seit Jahresbeginn verzeichnete. Ausschlaggebend für die positive Entwicklung waren wie schon im ersten Quartal die anhaltende globale politische Unsicherheit (Wahlen in Frankreich und Großbritannien, Spannungen zwischen den USA und Nordkorea, Syrien) und eine weitere Abschwächung des USD.

Letzterer dürfte zwar von aktuellen Niveaus wieder Aufwertungspotenzial aufweisen, die Parität sollte er allerdings nicht erreichen, weshalb wir auch unsere Goldpreisprognose für die kommenden Quartale vom Niveau her etwas nach oben hin anpassen. Wir gehen zwar bis Jahresende weiterhin von einem Rückgang aus, die Tiefststände von 2015 sollten aber nicht mehr erreicht werden. Neben einem stärkeren USD sollten auch steigende reale Renditen den Goldpreis in der zweiten Jahreshälfte belasten. Demgegenüber dürfte das Thema politische Unsicherheit dem „Safe-Haven“-Asset Gold auch das restliche Jahr weiterhin Unterstützung liefern. Daten für Q1 2017 zeigen, dass besonders aus Europa ETF-Zuflüsse verzeichnet worden sind. Außerdem halten wir im kommenden Quartal weiterhin eine deutlichere Konsolidierung an den internationalen Aktienmärkten für wahrscheinlich, wovon das Edelmetall ebenso profitieren sollte. Zudem sind September und Oktober aufgrund der Hochzeitssaison in Indien saisonal starke Monate für den Goldpreis. Nach den letzten starken Rückgängen hat sich die Schmucknachfrage (deren Löwenanteil Indien und China ausmachen) zuletzt stabilisiert. Starke preistreibende Impulse erwarten wir uns von dieser Seite aber nicht.

2018 dürfte sich der Ausblick für Gold dann etwas aufhellen, denn mit Ende 2017 sollten sowohl der USD als auch die realen Renditen den Löwenanteil ihrer Anstiege verzeichnet haben. Außerdem könnte das Thema Absicherung gegenüber Inflation bei den Investoren dann wieder stärker in den Vordergrund rücken.

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Raiffeisen Research Disclaimer Finanzanalyse

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